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Antivirus Programme - Zum Schutz Ihrer Daten

Auf seinem Rechner ein Antivirus Programm zu installieren, sollte so selbstverständlich sein, wie beim Autofahren den Gurt anzulegen. Beides dient nachweislich der Sicherheit und ist von der Handhabung, wenn es in Routine übergegangen ist, sicherlich keine aufwändige Anforderung. Seitdem in den 1980er Jahren die ersten – aus heutiger Sicht doch eher harmlosen – Computerviren auftauchten, hat sich das Wesen der Malware-Programmierung verändert. Die Viren sind immer aggressiver geworden und haben sich von einer reinen Vervielfältigung in den Anfängen hin zu einer Software entwickelt, die gezielt eingesetzt werden kann, um Schäden anzurichten oder in krimineller Absicht Daten zu stehlen. Antiviren Programme bekämpfen diese so genannten Schadprogramme.

Antivirus Programme sind wichtig

Antiviren Programme haben die Aufgabe, den Nutzer und dessen Hard- und Software vor Viren, Würmern und Trojanern zu schützen. Da die Einfallstore für Schadprogramme (Malware) vielfältig sind, muss auch die Überwachung vor entsprechenden Angriffen vielfältig sein. Im Folgenden werden daher die Leistungsfähigkeit, die Unterschiede zwischen kommerziellen und kostenlosen Programmen, die Funktionsweisen sowie einige Tipps beschrieben, um ein klareres Bild zum Thema Antivirus zu erhalten.

Auch wenn Meldungen über wirtschaftliche Schäden durch Computerviren im zweistelligen Milliardenbereich sicherlich übertrieben sind, so bleibt auch für den Privatuser neben dem Ärgernis, den Virenbefall im Nachhinein beseitigen zu müssen, auch das ungute Gefühl, dass möglicherweise mit einem Trojaner Passwörter oder Ähnliches ausspioniert wurden. Um diesen negativen Folgen vorzubeugen, empfiehlt sich die Installation eines Antiviren Programms.

Das leisten Antivirus Programme

Da Antiviren Programme in ihrer Leistungsfähigkeit und von ihrem Leistungsumfang sehr unterschiedlich sich, lohnt sich vor der Installation ein genauerer Blick auf die verschiedenen Angebote.

Waren es früher vor allem so genannte executables (also Dateien mit der Endung .exe), die als Schädlinge programmiert wurden, so wurde es zunehmend erforderlich, dass die Schutzsoftware auch andere Dateitypen analysiert. Neben der Einbindung in Makros finden sich Viren auch in E-Mails oder in Scripts auf Webseiten im Internet. Heutige Programme müssen diese Mehrleistung im Erkennen von Viren bieten, sonst sind sie unbrauchbar. Geht man davon aus, dass es mittlerweile etwa 50.000 Viren gibt und die Zahl täglich steigt, leitet sich daraus für die Entwickler von Antiviren Programmen die Notwendigkeit ab, dem Nutzer des jeweiligen Produkts ständig aktualisierte Virendefinitionen zum Download bzw. Update zur Verfügung zu stellen. Das beste Programm ist nutzlos, wenn es die aktuellen Virusstrukturen bei einem Angriff auf einen Rechner nicht erkennt.

Kauf vs. Free Antivirus Programme

Bevor man die Frage, ob ein Kaufprogramm oder Freeware besser ist, beantwortet, sollte man sich seine eigenen Anforderungen überlegen. Meist ist der Leistungsumfang bei den Kaufprodukten etwas größer als bei der vergleichbaren Free Version. In manchen Fällen ist es auch von Bedeutung, ob man die Software rein privat oder auch beruflich nutzen möchte. Manche im freien Download erhältlichen Programme schließen nämlich die betriebliche Nutzung explizit aus und bieten für Unternehmen eine Kauflösung an. Als Beispiel sei hier Avira genannt, die einen kostenlosen Basisschutz (Virenerkennung) für Privatanwender und umfangreiche Security Lösungen (z. B. inklusive Phishing-Erkennung und Verschlüsselung) für Unternehmen anbieten.

Funktionsweise von Antivirus Programmen

Virenprogramme suchen vordefinierte Programme und scannen Dateien nach als schädlich eingestuftem Code. Einige Virenscanner sind auch in der Lage, Logiken zu erkennen oder heuristisch neue Schadprogramme zu identifizieren. Das heißt, sie erkennen Merkmale in Dateien und Programmen, die für Viren, Würmer und Trojaner charakteristisch sind, und können die Malware entsprechend behandeln.

Funktionsweise Echtzeitscanner

Ein Echtzeitscanner durchsucht im Hintergrund Dateien und Arbeitsspeicher nach Eindringlingen. Es gibt Versionen für Windows und Unix. Diese Scannermethode wird beim Systemstart mit angestartet und ist während der gesamten Laufzeit aktiv. Sobald ein Virus erkannt wird, wird das dem User signalisiert. In den meisten Fällen werden das weitere Vorgehen und die Handhabung der befallenen Datei vom Antiviren Programm vorgeschlagen oder nachgefragt. Gängige Behandlungsmethoden sind neben der Quarantäne, bei der die Datei als inaktiv weggespeichert wird, die Reparatur oder auch das Löschen des Schädlings.

Manueller Virenscanner

Die Funktionsweise eines manuellen Scanners ist vergleichbar der eines Echtzeitenscans. Der Unterschied liegt darin, dass man den manuellen Scanner ausdrücklich starten bzw. die Startzeit im Programm konfigurieren muss. Wie beim Echtzeitscanner auch besteht die Möglichkeit, den Scan auf bestimmte Speicher und Dateitypen einzuschränken und z. B. Archive auszusparen, wenn einem der Scan ansonsten zu lange dauert oder aber sich negativ auf die Systemlast auswirkt.

Online-Virenscanner

Online-Virenscanner stehen im Gegensatz zu lokal installierten Programmen nur bei der Verbindung mit einem Netzwerk zur Verfügung. Sie scannen im Wesentlichen den Datenbestand und haben keine Präventionswirkung. Sie sind häufig browserbasiert und somit zwar vordergründig plattformunabhängig, mitunter aber an die Kompatibilität mit einzelnen Browsern gebunden, und somit doch nicht ganz frei wählbar.

Vor- und Nachteile

Ein wesentlicher Bewertungsfaktor für Antiviren Programme ist neben der Erfolgsquote im Aufspüren von Viren, Würmern und Trojanern auch der Einfluss auf die Systemperformance, den das Programm ausübt. Einerseits verbraucht ein permanent aktiver Echtzeitscanner naturgemäß mehr Ressourcen als ein manuell gestarteter, andererseits läuft man nicht Gefahr, einen Virus zu lange im System zu haben, bevor man den Scan wieder startet. Ein Online-Scanner beansprucht zwar keinen lokalen Speicherplatz, hat aber aufgrund der Netzwerkabhängigkeit und dem reinen On-demand-Scan einen erheblichen Nachteil gegenüber den beiden anderen Scannertypen.

Tipps

Das richtige Antivirus Programm findet man am zuverlässigsten, wenn man sich überlegt, was für ein Usertyp man selbst ist und welche Gefahren potenziell auftauchen können. Ist es privat oder beruflich notwendig, häufig Dateien und Mails auszutauschen, zu senden und zu empfangen – auch von Leuten, die man nicht oder kaum kennt? Dann bietet hier ein Echtzeitscanner den größten Vorteil. Ebenso wenn man gerne im Internet surft, und das nicht ausschließlich auf bereits bekannten Seiten.

Wird mit dem Rechner eher oder ausschließlich lokal, ohne Netzwerkanbindung und ohne Datenaustausch gearbeitet, dann reicht ein manuell gestarteter Scan im Normalfall aus. Sind allerdings Geschäftsdaten auf einem Rechner gespeichert oder werden Mails und Dateien ausgetauscht oder sind auf der Festplatte hochsensible Daten, dann sollte man über eine bedarfsgenaue und maßgeschneiderte Antivirenlösung nachdenken. Die ist sicherlich etwas teurer, aber der Nutzen ist im Zweifelsfall größer.

Wer sich allerdings nur auf die Wirkung eines Antiviren Programms verlässt, der greift zu kurz. Grundsätzlich muss man Antiviren Programme als einen Baustein in einem größeren Sicherheitskonzept, das man sich überlegen sollte, betrachten. In dieses Konzept gehört die Aktivierung einer Firewall, aber hauptsächlich und an erster Stelle muss das Verhalten des Users selbst berücksichtigt werden. Sicherheitsbewusstsein und der verantwortungsvolle Umgang mit Daten sind bereits ein wesentlicher Schritt in Richtung Virenfreiheit.

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